Allgemeines

Die SG Stern Bremen ist der Bremer Zweig der Daimler Sportgemeinschaft
Ende 1989 hat sich die Laufgruppe innerhalb dieser Sportgemeinschaft in Bremen gegründet. Ziel war es, den bereits vorhandenen losen Verbund von Läufern in einer organisierten Gemeinschaft zusammen zu führen. Die SG Stern Bremen bot sich dafür mehr als an, da wir uns alle dem "Stern" verbunden fühlten und fühlen. Heute sind auch sog. "Externe", also Nicht-MitarbeiterInnen von Mercedes-Benz in Bremen in der Gemeinschaft herzlich willkommen.

Wo wir uns treffen / trainieren


Wir parken und treffen uns am Einkaufszentrum "Hansa Carree" in Bremen / Hastedt,
immer Dienstags, immer kurz vor 17:00 Uhr s.t.
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Die "Standardrunde" ist ca. 14 km lang, es kann aber auch abgekürzt werden
(der Rote Pfeil markiert das Weserwehr).
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Hier z.B. eine Strecke mit ca. 4 km.

Die Bilder stammen von http://openrouteservice.org/ bzw. http://www.openstreetmap.org/Copyright.

Die Strecke 14 km, auch als Satelitenbild, ist außerdem gespeichert bei
jogmap.de, nach Registrierung und Anmeldung zu finden unter Ort: Bremen, Läufer YapYap, Streckenname: "Rund um den Werdersee". Auch zu finden ist hier "Erster schneller Km Werdersee" und "Schneller Km Werdersee".

Wann wir uns treffen

Immer am Dienstag, pünktlich um 17:00 Uhr s.t. geht es hier (anklicken!) los (keine Voranmeldung erforderlich, es ist immer jemand da (außer in der Ferienzeit, da lieber vorher fragen).
Aufgrund der unterschiedlichen Leistungsstufen der LäuferInnen teilen wir uns in mehrere Gruppen auf, so dass jeder in einer seiner Leistung entsprechenden Geschwindigkeit laufen kann. Bei uns läuft niemand allein (außer auf eigenen Wunsch, z.B. einer erforderlichen Abkürzung der Laufstrecke).

Die Bilder stammen von http://openrouteservice.org/ bzw. http://www.openstreetmap.org/Copyright.

Wieviel wir trainieren

Die Laufstrecke um den Werdersee ist ca. 14 km lang. Es besteht aber die Möglichkeit (je nach Befinden) abzukürzen (5 km, 7 km, 10 km).
Bei Vorbereitung auf einen Marathon wird die Strecke von einigen Läufern auch gerne 2x gelaufen.

Wir laufen zur Arbeit

Einmal in der Woche laufen einige unserer Mitglieder zu Fuß zur Arbeit. Dieser spezielle Lauf findet immer am Donnerstag oder Freitag, nach Absprache, um 5:30 Uhr ab Bahnhof Barrien (Syke) statt. Die Gruppe hat sich auch schon einen Namen gegeben: "Lauf der Arbeit". Gerne kann man auch auf der Strecke dazu stoßen, wie es Mitglied Günter S. bereits tut, er startet ab Seckenhausen und läuft der Gruppe entgegen, um dann gemeinsam weiter zu laufen, denn so kann man sich nicht verpassen! Der Lauf endet bei Mercedes-Benz, Werk Bremen, Tor 1 oder Tor 7. Für Werksangehörige besteht die Möglichkeit auf dem Gelände von Mercerdes-Benz zu duschen. Wer Interesse hat, dieses Erlebnis mit den Läufern des Lauftreffs zu teilen, meldet sich bitte beim Spartenleiter Olli.


Streckenverlauf:
Start: Bahnhof Barrien (Syke) über Weyhe, Leeste, Leester Marsch, zur Weser (Höhe Autobahnbrücke), Werdersee, Weserwehr, Hansa Carree, Hemelinger Tunnel, Daimler Tor 1 / Tor 7. Es kann auch entgegen gelaufen werden.

Wir sind Tool Runnings

Unsere Laufgruppe Tool Runnings hat einen eigenen Blog.

Werderseepokal

Den Werderseepokal erhält derjenige Läufer (Bedingung: Mitglied der SG Stern Laufgruppe), der innerhalb eines Jahres (vom ersten Dienstag im November bis letzten Dienstag im Oktober) am Trainingstag (also immer Dienstags) anwesend war und mindestens einmal das sog. "Ohr" gelaufen ist. Der Pokal soll Ansporn für eine regelmäßige Teilnahme am Dienstag sein.
In den vergangenen Jahren haben den Pokal gewonnen:

1996 Hans K.
1997 Hans K.
1998 Olli
1999 Hans K.
2000 Olli
2001 Klosi
2002 Klosi
2003 Ludger H.
2004 Klosi
2005 Matthias D.
2006 Klosi
2007 Matthias D.
2008 Ludger H. und Klosi (Tabelle Saison 2007 / 2008)
2009 Markus J. (Tabelle Saison 2008 / 2009)
2010 Bernado B.R. (Tabelle Saison 2009 / 2010)
2011 Matthias D. und Klosi (Tabelle Saison 2010 / 2011)
2012 Olli (Tabelle Saison 2011 / 2012)
2013 Uli (Tabelle Saison 2012 / 2013)
2014 Uli (Tabelle Saison 2013 / 2014)
2015 Jola B. (Tabelle Saison 2014 / 2015)
2016 Jola B. (Tabelle Saison 2015 / 2016)
2017 Waldi (Tabelle Saison 2016 / 2017)

Somit führt Klosi diese Liste mit bereits 6 gewonnenen Pokalen an.
Über die Jahre war allerdings Gründungsmitglied und langjähriger Spartenleiter Olli das Mitglied mit den meisten Strichen für Anwesenheit und Läufe, zumindest was die Mitglieder angeht.
Damit wir den Überblick behalten, haben wir eine "Ewige Bestenliste".

2018 Ultra Winter/Frühjahr Rückblick

Was wir hinter uns haben

Nach nunmehr langer Zeit melde ich mich mal wieder im Blog der Laufgruppe der SG Stern Bremen. Ja, ich laufe noch Ultras, bin aber derzeit vom Laufberichte schreiben durch private Projekte und das Laufen an sich ziemlich abgelenkt. Und schöne Berichte schreiben auch andere, und da kann ich Euch ja indirekt an den Läufen teilhaben lassen.

Und, ok, ich musste im Frühjahr dann doch auch von einigen Läufen, die ich in den letzten Jahren bestritten habe, wie dem 6-Stunden-Lauf in Münster oder dem Hamburger Marathon Abstand nehmen.

Aber es gab und gibt ja so viel mehr zu laufen! Begonnen hat es schon Mitte Januar. Da war ich erstmals mit Christian Hottas Fun-und-Erlebnis-Marathons unterwegs. Christian schrieb zum zweiten Heide Winter Ultramarathon aus Beginnend von Schneverdingen ging es rund 52km auf dem Wanderweg "Lila Krönung" durch die winterliche Heide. Christian selber hat als Veranstalter einen schönen Bericht geschrieben, und Frank, den ich bei Wilsede überholte, hat zu seinem Bericht noch wirklich tolle Bilder gemacht!
Morgenstimmung in der winterlichen Heide

Zunächst ging es durch die Osteheide bei Schneverdingen

Totengrund

Nachmittags zog es sich wieder zu.
Ich war mit dem Ergebnis von 6:12:12 h für die 52 leicht welligen Kilometer sehr zufrieden. Olli, den ich mal in Stuttgart auf dem Flughafen bei einer Dienstreise getroffen hatte, meinte zwar, das sei langsam, aber das ist mal wieder typisch Marathon-Straßen-Läufer! Da musste man ja nicht Wege und Verpflegungsstände suchen!

Weiter ging es im Februar mit einer erneuten Teilnahme am Jokertrail vom Meldeläufer Michael Frenz. Dieser führt 50 Kilometer in den Odenwald um Heidelberg, also quasi in meiner Heimatgegend. Der Ultra war ausgebucht, und wie letztes Jahr war das Starterfeld sehr jung. Auf den Nordseiten der Berge lag zum Teil noch Schnee, und es gab auch sehr vereiste Stellen, ich verbesserte mich aber im Vergleich zum Vorjahr um eine dreiviertel Stunde (ok, ein Teil der Strekce führte wegen Waldarbeiten dieses Jahr an der Straße am Neckar entlang, was sicherlich auch ein paar Minuten schneller war) und war dann nach 7 Stunden und 17 Minuten im Ziel. Mit mir in der Gruppe lief auch Dennis Brandt, Finisher des Millenium Quests und mir eigentlich läuferisch mindestens zwei Dimensionen voraus, der einen schönen Bericht mit Bildern (!) geschrieben hat.
Himmelsleiter auf dem Weg zum Königsstuhl bei Heidelberg

Aussicht über Heidelberg

Blick auf die Altstadt und das Heidelberger Schloß

Kaum zu glauben, die Schnellsten liefen die 52km (mit 2000 Höhenmetern!) in 4:32 Stunden. Aber das waren ja auch Profis aus dem Allgäu, für die besteht der Odenwald ja nur aus kleinen Hügeln. Sie geben für die, die sich auch mal am Joker probieren wollen, ausgiebig Tipps zur Strecke. Und Meldeläufer Michael Frenz hat schon einen Teaser für nächstes Jahr eingestellt.

Nicht ganz so spektakulär und mit nicht ganz so vielen Höhenmetern stand im März eine erneute Auflage des Bremer Bergmarathons an. Diesmal wieder in der "Extended-Version" mit der "Wand". Der Park an der Bezirkssportanlage Bremen-Marßel verlangte doch vieles ab, so dass viele doch nicht die Runden bis zum Marathon oder den 50km voll bekommen haben. Ich hielt die 50km durch und war fast eine Stunde schneller als im Dezember, als ich die Strecke relativ untrainiert anging. Aber noch ein paar Minuten besser war Uli Z., der ja echt in ziemlicher Topform ist! Glückwunsch!

Leider habe ich noch keinen Bericht der Veranstaltung gefunden. Aber immer mehr Teilnehmer finden den Weg nach Marßel, um ein paar Höhenmeter zu trainieren! Das Organisationsteam hat da wohl einen Nerv getroffen, gerade auch, weil man ja durch die vorhandene Infrastruktur des Sportzentrums mit Duschen und Restaurant hier echt die Möglichkeit zum gemütlichen Beisammensein nach dem Ultra hat!

Last but not least war im April die 6. Auflage des PUMs, des Osnabrücker Piesberg Ultramarathons. Das war vor fünf Jahren mein allererster Ultra überhaupt gewesen!!!

Bei strahlendem Sonnenschein ging es die 6 Runden mit mittlerweile 60km hoch und runter und rund um den Piesberg nördlich von Osnabrück. Mit dabei auch verschiedenen illustre Läufer wie Frank Pachura von "Laufen in Dortmund", bekannt für seine Youtube-Videos. Auch vom diesjährigen PUM hat er eins gemacht. Ein anderer Läufer hat die berüchtigte Strafrunde am Anfang per Video festgehalten. Und die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet.

Vielseitige Trailstrecke beim PUM

Anstieg der berüchtigten PUM-Strafrunde

Nicht weniger berüchtigt: Die Treppen zum Piesberg hinauf!

PUM-Siegerehrung...
Auf den Seiten des PUM gibt es noch Links zu weiteren Berichten. Wer je mal mitlaufen will muss schnell sein, die 125 Startplätze sind meist in wenigen Stunden vergeben. Was die Organisatoren da hinbekommen ist beachtlich (toll gefüllte Tüte für jeden Läufer, 6000 EURO für den guten Zweck, Verlosung vieler Preise und Freistarts im Anschluss, schickes (und sehr sehr auffälliges Finisher-T-Shirt, s. Photo der Siegerehrung) neben der genialen Strecke, den tollen Verpflegungsständen und der professionellen Zeitnahme)...

So, das war mal in Kurz ein Ultra-Update von mir.... Hoffe, dass ich bald mal wieder einen normalen Bericht schreiben kann... Die nächste Herausforderung kommt bestimmt.

Stefan S.


2017 Fahrenhorster Silversterlauf

Was wir hinter uns haben

Das war er, das Saisonabschluss 2017. Vieles wurde erreicht, immer hat es Spaß gemacht. Zum Abschluss gelang Corinna noch ein Sprung auf das Treppchen und unser erfolgreicher Sebastian wird vom LS Hansa Stuhr zum ATS Buntentor wechseln. Wir wünschen allen Sportlern und deren Fan-Gemeinden einen guten Rutsch in das Jahr 2018!

Bilder vom 41. Fahrenhorster Silversterlauf
https://goo.gl/photos/KM2NDXHiYkjk7R4i8
Zum Fotoalbum auf das Bild oder hier anklicken > KLICK <

2017 Deutschlandpokal im Bottwartal

Was wir hinter uns haben
Bottwartal 

Deutschlandpokal der SG Stern Deutschland im Halbmarathon und 10km Lauf
https://goo.gl/photos/KM2NDXHiYkjk7R4i8
Zum Fotoalbum auf das Bild oder hier anklicken > KLICK <
Zunächst der Bericht von Olli, am Ende dann ein Bericht von Nadine und Werner (oder hier anklicken).

Der Deutschlandpokal der SG Stern Deutschland im Laufen des Halbmarathon und der 10km wurde diese Jahr von der SG Stern Stuttgart ausgerichtet. Die Stuttgarter Sportfreunde hatten sich die Veranstaltung  Bottwartal Marathon ausgeguckt, wo diverse Läufe über verschiedene Distanzen angeboten wurden.
Für die Laufgruppe der SG Stern Bremen ist es immer ein Vergnügen unsere Lauffreunde im Süden zu besuchen. Nicht nur die sportlichen Aktivitäten stehen da im Vordergrund, es wird auch kräftig an geselligem Beisammensein gearbeitet.
Unser Spartenleiter Klosi, Dogfather of Running, und sein Stellvertreter, Börni, Godfather of Running, hatten ganze Arbeit geleistet und eine ausgeklügelte Organisation zu bieten.
Über die Anleihe von Fahrzeugen, die Reservierung von Hotelzimmern, die Tischvorbestellung für jeden Abend bis hin zur allgemeinen Unterhaltung hatten die beiden perfekt an alles gedacht.
So wurde das Hotel zur Post in Heilbronn am Freitag, 13.10.2017, der Ausgangspunkt für alle unsere Unternehmungen. Es war ein günstiges und gemütliches Hotel in zentraler Lage von Heilbronn.
Nach einer staufreien Anreise bezogen wir also unsere Zimmer. Es stellte sich schnell Durst und Hunger ein, sodass wir uns schleunigst auf den Fußweg zu unserem ersten Verpflegungspunkt machten, Lehner´s Wirsthaus in Heilbronn. Erschreckend niedrige Preise und ein qualitativ gutes Essen erwarteten uns. Ein guter Auftakt, der dann noch weiter in das Sausalitos Heilbronn führte, wo bei ausgezeichnetem abendlichen Wetter sogar draußen etwas getrunken werden konnte. Frank, Sandra und Olli wurden Zeuge eines Sternschnuppenfalls und haben sich daraufhin etwas gewünscht. Der Tag war für Klosi, Börni, Reni und Olli aber noch nicht zu Ende. Gleich um die Ecke beim Hotel gab es für einen Absacker noch das Backstüble.
Am Samstag, 14.10.2017, hatten wir die Auswahl zwischen dem Besuch des Mercedes-Benz-Museums oder Shopping in der Stuttgarter Innenstadt. Für beide Aktivitäten fanden sich Interessenten. Bilder vom Museum sind im Fotoalbum zu bestaunen. Der Tag ging schnell zu Ende und wieder machten wir uns vom Hotel zu Fuß auf zum Essen. Börni hatte für uns Läufer mitgedacht, Kohlehydrate wären das Richtige. Also ab zum Italiener, das Ristaurante Salsa, genau nach unserem Geschmack. Neben Nudelgerichten gab es natürlich auch Pizza, nur das Bier floss aus der Flasche, ein kleiner Wehrmutstropfen für die Biertrinker.
Klar, auch an diesem Abend wurde ein Absacher fällig, also auf in das Backstüble, allerdings mit etwas anderer Zusammensetzung. Klosi, Börni, Rita, Ulli und Olli genossen noch ein schönes gezapftes Bier.
Wettkampftag am Sonntag, 15.10.2017. Anreise nach Steinheim an derMurr, wo die gesamte Veranstaltung stattfand, also sowohl das Laufen als auch die von der SG Stern Stuttgart organisierte Siegerehrung.
Bei herrlichstem Wetter gingen die Läufer an den Start, wobei die Halbmarathonies zunächst mit einem Shuttle Bus zum Start gefahren wurden. Der 10km Lauf musste sich erst durch einen längeren Anmarsch zum Start/Ziel Bereich erarbeitet werden.
Die gelaufenen Zeiten der Läufer der SG Stern Bremen waren ausgezeichnet und wurden entsprechend auch gewürdigt.
Corinna belegte bei der SG Stern Wertung Halbmarathon in ihrer Altersklasse den ersten Platz, gesamt kam sie auf den 3. Platz. In der Wertung des Veranstalters belegte sie den 3. Platz in ihrer Altersklasse. Leider hat sie deren Siegerehrung verpasst und ihr entging die Auszeichnung.
Ingo belegte den 2. Platz Halbmarathon bei der SG Stern Wertung in der Altersklasse M50.
Matthias belegte ebenfalls den 2. Platz in seiner Altersklasse M30 über die Halbmarathon Distanz.
Und dann waren da noch unsere beiden Marathonies, die aber außerhalb der Konkurrenz liefen, da der Deutschlandpokal der SG Stern Deutschland über diese Distanz bereits in Kassel stattfand. Nadine und Werner, gesucht, gefunden und gerannt, so kann man die beiden kurzerhand beschreiben. Werner mit persönlicher Bestzeit trotz der für Flachlandtiroler schweren Bedingungen
Weitere Ergebnisse findet man hier: Bottwartal Marathon Ergebnisse.
Die Preisverleihung der SG Stern Stuttgart fand in der Vereinsgaststätte der TSG Steinheim statt. Es gab ein leckeres Buffet, nette Gespräche zwischen uns Sportlern und eben die Siegerehrung. Die Zeit verging wie im Flug. Klar, wie immer waren wir Bremer die letzten Gäste, nicht zuletzt, weil unser Autoschlüssel schon auf dem Weg zum Hotel war, das Auto aber noch wie angewurzelt auf dem Parkplatz stand.
Nun, es wurde also etwas später mit der Fahrt in das Hotel und Termine mussten angepasst werden. Schließlich ging es in das Restaurant Delphi 1 (auf Facebook) zum deftigen Griechischen Essen (“Marathonplatte“). Nachdem Durst und Hunger gestillt waren merkte man einzelnen doch die Anstrengung an. Ein frühes „Schlafen gehen“ stand in den Beinen. Da unsere Stammkneipe für den Absacker, das Backstüble, leider am Montag Ruhetag hatte, brachen wir auf in das nahe Enchilada. Wieder hatten wir uns viel zu erzählen und gegen Null Uhr kam dann New York, New York aus den Lautsprechern, das Zeichen zum Aufbruch, die Bedienung wollte nach Hause. So gingen auch die letzten Reisenden zurück in das Hotel zum Schlafen.

Frühstück 8:30 Uhr am Montag, 16.10.2017. Danach dann Aufbruch nach Bremen. Wieder eine staufreie Fahrt ohne besondere Vorkommnisse. Wie üblich Burger und Fritten, entweder Mc Donalds oder Burger King, das Ergebnis ähnelt sich. Musikalisch sind wir bis D, Dire Straits, gekommen.
Es kam zu rühremden Abschiedsszenen auf einer Autobahnraststätte. Man verabredete sich für nächstes Jahr, 16. September 2018, Deutschlandpokal Laufen in Ulm (Einstein-Marathon), wobei dieser Termin noch als voraussichtlich gilt.
Es war eine gelungene Reise mit allem Drum und Dran. Unser Dank gilt den beiden Organisatoren, Börni und Klosi, die alles perfekt organisiert hatten. Ihr beiden habt das Herz am richtigen Fleck!

Natürlich sind unsere Stuttgarter Lauffreunde auch lobend zu erwähnen für eine perfekte Organisation, den herzlichen Emfang und die tolle Siegerehrung!

Alles oben Beschriebene ist auf den Bildern in chronologischer Reihenfolge gut nachvollziebar!

Olli

Ergänzend zum Bericht von Olli gibt es einen persönlichen Erlebnisbericht von Nadine und Werner, die den Marathon gemeinsam gelaufen sind:
Hier anklicken!

Stehend v.l.n.r. Stephan, Klosi, Ingo, Frank, Sandra, Corinna, Matthias, Gerhard, Renate, Rita, Uli
Hockend v.l.n.r. Börni, Martin, Olli, Heike
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2017 13. SWB Bremen Marathon

Bilder vom 13. SWB Bremen Marathon!
https://goo.gl/photos/KM2NDXHiYkjk7R4i8
Zum Fotoalbum auf das Bild oder hier anklicken > KLICK <

2017 24h-Lauf in Braunschweig

Was wir hinter uns haben

Nach einer nicht so optimal verlaufenen Laufsaison im Frühjahr 2017, mit einer nicht gezählten 5km-Runde beim 6-Stunden-Lauf in Münster, einem aufgrund von leichter Bronchitis unterdurchschnittlichen Marathonergebnis in Hamburg und einem erneut abgebrochenen Rheinsteiglauf wollte ich mich nach einer Regenerationspause im Sommer Ende August erneut eine läuferischer Herausforderung stellen: Einem 24h-Lauf!!!
Bei dieser speziellen Ultralaufdisziplin war nicht eine bestimmte Strecke, sondern eine bestimmte Zeit, nämlich genau 24 Stunden zu laufen. Die- oder derjenige, die/der in dieser Zeit die weiteste Strecke zurückgelegt hatte, hat gewonnen! Damit das nachvollziehbar war, wird in abgemessenen Runden gelaufen, und jede Runde gezählt. Dies ist zwar auch eine mentale Herausforderung, immer nur die gleiche Runde zu drehen, aber ich hatte derzeit keine Lust meinen Weg mittels Karte, GPS oder dürftiger Streckenmarkierung bei einem Landschaftslauf suchen zu müssen. Auch war bei einem 24h-Lauf das Potential, dass man sich verlaufen würde, sehr begrenzt. Mit die bekannteste Veranstaltung dieser Art im Raum Bremen ist der 24-Lauf in Delmenhorst Mitte Juni, aber da lief ich eben anderweitig.
Am letzten Augustwochenende (26./27.8.17) gab es sogar drei Veranstaltungen dieser Art, in Bottrop, in Seevetal und in Braunschweig. Meine Wahl fiel auf die Veranstaltung in Braunschweig(-Rüningen), da mir der Belag der zu laufenden Runde sehr entgegenkam (Tartanbahn, Rasen, Grandplatz) – auf Asphalt schmerzten am Ende doch meine Fußsohlen oft, und eine exakt vermessene Laufrunde von ganz genau einem Kilometer machten das Kilometerzählen zudem sehr übersichtlich, auch wenn man dann schon lange unterwegs war.
Begrüßung der Läufer am Sportzentrum Braunschweig-Rüningen
Schon kurz nach der Anreise nach Braunschweig-Rüningen merkte ich, dass es sich um eine sehr feine, vereinsorganisierte Veranstaltung handelte. Zugunsten des TSV Rüningens wurde Kaffee und selbstgebackener Kuchen verkauft, und nachdem ich mein Wurfzelt aufgebaut und meine Sachen im Zelt bzw. an der Strecke zum schnellen Auffinden positioniert hatte, füllte ich letztmalig vor dem Startschuss Kohlehydrate und Coffein auf.
Der Countdown zum Start läuft...
Der Countdown lief, das Teilnehmerfeld war bunt, und pünktlich um 15 Uhr fiel der Startschuss und es begann die „längste Nach von Braunschweig“. Vorneweg fielen drei Läufer auf, die ihre Runden zügig und wahrlich gazellenartig absolvierten: Sie gehörten dem Nationalteam der Kapverdischen Inseln an! Laut Durchsage hatten sie leider kein Visum für die Weltmeisterschaft im 24-Stunden-Lauf bekommen und hatten sich dann nach Alternativen mit offiziell vermessener Laufstrecke umgesehen und waren dann auf Braunschweig gekommen. Im Verlauf der 24h war es immer wieder unterhaltsam und interessant anzusehen, welche Aktivitäten im kapverdischen Betreuerzelt gerade stattfanden: Der Trainer war ständig damit beschäftigt, irgendwelche Power-Drinks anzurühren, den Gaskocher zu bedienen oder spezielle Energieriegel bereit zu halten.
Noch sieht der Rasen gut aus!
Das restliche Teilnehmerfeld war nicht so professionell unterwegs, aber die Bandbreite an Läufern war umso größer. Ich beobachtete auch viele Väter, die Runden zum Teil mit dem Nachwuchs liefen, oder auch eine Gruppe aus Oma, Mama und (Enkel-)Tochter. Zwischenzeitlich war auch eine Läuferin mit Baby-Jogger auf der Strecke, was aber nicht störte. Im Gegenteil, die Atmosphäre war sehr entspannt.
Mit dazu trug der Moderator bei, der am Mikrofon im am Rundenende zugange war. Die ersten zwei Stunden vergingen wie im Flug, ich kam ganz gut ins Laufen, schön gemächlich ohne unnötige Anstrengungen, damit ich möglichst lange so laufen konnte. Und einfach auch ausblenden konnte, dass ich nicht 24 Stunden lang laufen würde, sondern immer nur einigermaßen beherrschbare Abschnitte von drei Stunden.
Die Runde kannte man natürlich bald in- und auswendig: Erst der Rasenabschnitt durch die Zeltstadt (wo sich auch mein Zelt befand und ich mir meine eigene Verpflegung an der Strecke gerichtet hatte), dann eine Runde auf einem Bolzplatz, dann wieder auf dem Rasen der bereits gelaufenen Geraden entgegen, dann rund 300m auf der Tartanbahn, und dann schließlich im Ziel, wo die gelaufenen Runden mittels am Fuß befestigten Transponders gezählt wurden. Unmittelbar danach gab es die Verpflegung und auch eine Übersichtsmonitor mit den Daten der Läufer, die gerade die Rundenmessung passiert hatten.
Der Abschnitt auf dem Bolzplatz
Die Musik, die der Moderator auflegte, lenkte mich von den 24 Stunden ab. „Besuchte“ gedanklich die Abschnitte in meinem Leben, die zu den Songs passten. Blümchen war ein Mädchen, als ich gerade Ausbildung machte, Lou Bega war mit seinem Mambo No. 5 im Jahr 2000, als ich ein Praktikum in Bangalore in Südindien machte, auch live dort, und zu meinen Grundschulzeiten flog der Gruppe Spliff das Blech weg.
300m Tartanbahn... Schonend für die Fußsohlen!
Irgendwie verpasste ich dabei das Abendessen oder hatte es zumindest beim Verpflegungsstand nicht mitbekommen. So nahm ich einen meiner Riegel zu mir, um nicht in den Hunger reinzulaufen. Getrunken habe ich regelmäßig immer wieder, aber kleine Portionen.
Für Unterhaltung und etwas Abwechslung für Läufer und Angehörige war gesorgt, abends interpretierte eine Blaskapelle aktuelle Hits. Noch dazu gab es Torwandschießen und ein „Bubble-Fußball-Spiel“. Etwas störend empfand ich den 10-km-Lauf, der auch im Rahmen des 24-Laufs stattfand, weil das doch von den Geschwindigkeiten gar nicht so passte, aber da hatten wohl die Kurzstreckenläufer mehr mit zu kämpfen.
Nach den ersten sechs Stunden musste ich mich von meinen Laufplänen verabschieden. Noch dazu merkte ich, dass ich mich eventuell wund laufen würde und wechselte die Laufhose, probierte die Creme gegen Wundlaufen aus, die Olli, der ehemalige Spartenleiter der SG Stern Laufgruppe, mir empfohlen hatte.
Um 24 Uhr, nach 9 Stunden, als auf der Laufrunde schon etwas Ruhe eingekehrt war, folgtem ein Feuerwerk und ein regelrechter Run auf die Strecke: Es war der Moonlight-Run angesagt, und alle Läufer, die zwischen 0 und 4 Uhr mindestens 15km hinter sich legen würden, bekamen ein Laufshirt. Sehr gute Idee, und wieder etwas Abwechslung!
Etwas mehr Abwechslung als mir lieb war brachte ein nächtliches Gewitter. Ich entschied mich, unter dem Vordach des Stadiongebäudes Unterschlupf zu suchen, sodass ich nicht voll durchnässt werden würde. Zwar hätte ich locker weiterlaufen können, aber das könnte sich später (wie letztes Jahr auf dem Rheinsteig) rächen und wenn man erstmal wund gelaufen war, half nicht mehr viel. Die Pause tat mir auch gut, der Platzwart mit seinen trockenen Kommentaren sorgte für Stimmung und das Gewitter verzog sich.
Allerdings folgten Magenprobleme. Mein Magen fühlte sich wie versteinert an. Mittlerweile hatte ich gut 70 Kilometer hinter mich gebracht. Ich überlegte mir, langsam weiterzulaufen, die 100km voll zu machen und dann, falls es nicht besser werden würde, sonntags vormittags nach Bremen zurückzureisen. Am Verpflegungsstand gab es Backofenkartoffelecken mit Salz. Ich probierte eine, und mein Magen fühlte sich an, als wollte er explodieren. Ich hatte gehofft, das Salz und die Kohlehydrate würden helfen. Nur langsam halfen sie, aber dann auch "richtig": Mein Magen hatte sich tatsächlich nach ein paar Salzkartoffeln beruhigt, nach einer weiteren, gewitterbedingten Pause lief es dann am frühen Morgen umso besser.
Zusätzlichen Auftrieb gab auch die Anzeigetafel bei der Verpflegung. Mittlerweile war ich in meiner Altersklasse (zum Glück bestand das Nationalteam von Kap Verde aus jungen Hüpfern) auf Rang 4 vorgerückt, da durfte man doch nicht aufhören! Seit langem träumte ich davon, einmal einen Pokal bei einem Laufwettbewerb zu erstreiten. Aber natürlich hatte ich keine Übersicht, wie viel Abstand ich zu den Läufern vor mir hatte.
So langsam wurde es wieder hell. Durch die kontinuierliche Bewegung hatte ich (abgesehen von der 2. Gewitterpause) nicht mit Müdigkeit zu kämpfen, mein Zelt und den Schlafsack hatte ich sowieso nur als Plan B mitgenommen. Und mit dem Morgen lief mein Biorhythmus an und ich konnte pro Stunde noch 6 bis 7 Runden absolvieren, womit ich zufrieden war.
Zumal ich auf um 9 Uhr morgens auf Platz 3 der Altersgruppe (von 40-59) vorrückte. Und kurz darauf noch auf Platz 2! Wahrscheinlich hatten sich zwei vor mir hinlegen müssen oder hatten pausiert! Wie bei jedem Rennen: „Hinten ist die Ende fett“, da werden Rennen entschieden! Jetzt aber nur nicht übermütig werden, und kontinuierlich weiterlaufen. Beziehungsweise gehen. Ich legte nur noch bestimmte Abschnitte der Runde im Laufschritt zurück, mehr ging nicht. Frühstück gab es bei der Verpflegung, die belegten Brötchen taten mir gut!
Josè Daniel Vaz Cabral von den Kapverdischen Inseln nach 200km im Ziel
Bei strahlendem Sonnenschein und wenig Schatten hatte ich bei jedem Passieren der Anzeigetafel die Angst, wieder einen Platz nach unten zu rücken und am Ende doch nicht auf dem Treppchen zu stehen. Ich konnte mein Tempo von gut 6 km/h noch halten und dann, ja, dann, war es geschafft, ich hatte nach 24 Stunden mit 150 Kilometern meinen 2. Platz in der Altersgruppe verteidigt und konnte zum ersten Mal auf dem Treppchen stehen. OK, die Läufer aus Kap Verde kamen auf 200km und der erste in meiner Altersklasse lief gerade mal eine Runde mehr, aber das machte gar nichts. Ich freute mich riesig (und nahm in meinem schönsten T-Shirt an der Siegerehrung teil)!!!
Hurra: Mein erster Pokal!!! 2. Platz in der Altersgruppe, 150km in 24 Stunden...
Und so ging es nach der Siegerehrung (und nach dem beschwerlichen Abbau meines Zeltes mit zum Teil durchweichten Sachen) wieder zurück nach Bremen. Vielen Dank an die Veranstalter und das tolle Orga- und Verpflegungsteam!!!
Stefan S.

2017 Running with Jola

Was wir hinter uns haben

Running with Jola

Ein ganz normaler Dienstag.
Na ja, fast. Zunächst finden sich die Dienstagsläufer am Treffpunkt ein, ganz genau genommen 13,42 Meter neben dem vereinbarten Treffpunkt stehen alle zusammen und plaudern über allgemeine Themen. Alle? Nicht ganz, denn genau 13,42 Meter von der Gruppe entfernt steht einer ganz allein: Stefan S.!
Dieses Verhalten kennen wir schon. Man könnte sich ja wundern, würde man Stefan nicht kennen. Ihn als Einzelgänger zu beschreiben, das könnte zutreffen, schließlich ist es unser Ultra gewohnt, seinen Weg allein zu suchen und über weite Strecken die Einsamkeit zu erleben. Für ihn sind Regeln dabei sehr wichtig, da gehört ein Treffpunkt auf den GPS-Meter genau einfach dazu.
Und noch eine Besonderheit hielt dieser Dienstag bereit: Wir brauchten nicht auf Jola zu warten, mehr als pünktlich traf sie ein, es blieb genügend Zeit für jeden, Jola herzlich zu umarmen und zu begrüßen. Ein Ritual, auf dass man sich stets freut. Jola sollte die einzige Frau bleiben, das kommt schon mal vor, wenn auch selten.
Nun, es ging locker los. Stefan setzte sich erstmal ab, holte schnell 50 Meter Vorsprung vor der Gruppe raus.
Ich blieb hinter Jola, mein Blick viel auf ihre braungebrannten Beine. Meine Güte, bei dem bescheidenen Sommerwetter die Bräune so zu halten, ist da Chemie im Spiel? Jola verneinte, naturgebräunt.
Langsam sortierte sich die Gruppe, das Tempo war nicht unbedingt langsam, der 2. Kilometer zeigte tatsächlich 4:55 Minuten auf der Läuferuhr. „Das wird mir zu schnell“, eine weibliche Stimme neben mir. Da war was dran. So ging das nicht weiter.
Die üblichen Verdächtigen setzten sich nach vorne. Der Rüde Frank fing an, das Rudel zu ziehen. Stefan hielt nun konstant seinen erarbeiteten Abstand, 50 Meter, wir kamen einfach nicht näher. Die Gruppe zerlegte sich je nach Geschwindigkeit der einzelnen Mitläufer.
Ich entschied mich für die brauen Beine, genau wie Bernardo, dessen Hautfarbe von Natur aus bräunlich ist. Aber ich denke, dass nicht nur dieser Umstand dafür verantwortlich ist, dass es ihn zu den braunen Beinen hinzog.
Nun denn, bei mir lief es erstaunlich gut und ich ließ es die beiden Mitläufer auch spüren. Jola ließ nicht locker, hielt tapfer das Tempo. Bernardo hatte Flöhe in den Laufschuhen und musste unbedingt seine Tempoeinheiten durchziehen. Mal eben ganz nach vorne zu dem Rüden gelaufen, kein Ding für Bernardo. Dann wieder zurück zu den braunen Beinen und ein bisschen Smaltalk auf Bernardos unbeschreibliche Art, irgendwie versteht man ihn, die lockere Aneinanderreihung von Wörtern in Deutsch ergibt überwiegend einen Sinn und man kann auch darauf antworten. Und immer dieses charmante Lächeln von ihm, man kann sich seiner Freundlichkeit einfach nicht entziehen.
Zurück zu Jola, die nun merklich verzweifelte. Jeder Vorstoß, die Geschwindigkeit aus dem Lauf zu nehmen, schien irgendwie zu scheitern. Auch die schon verzweifelten Hinweise auf eine nach dem Lauf zu absolvierende Fahrradfahrt (5km) zum Elternabend brachten nicht den gewünschten Erfolg der Geschwindigkeitsreduktion, es blieb ihr Problem.
Bernardo sah zunehmend weniger entspannt aus, Augenringe bildeten und schlossen sich, Jola und ich empfahlen Enthaltsamkeit. 
„Ich laufe ohne Ohr“, der Versuch von Jola, die Sache anständig zu Ende zu bringen.
„Aber warum, wir sind so schnell, da hast du genug Zeit, auch noch das Ohr zu laufen, du kommst rechtzeitig zum Elternabend“, mal so eben angemerkt.
Jola merkte, hier ist eine Verschwörung im Gange. Der „50 Meter vor uns Mann“ ging plötzlich, seine Laufbewegung wich einem müde wirkenden Spaziergang. Das beflügelte uns natürlich, ha, vorbei an dem Ultra, kurz gefragt, ob alles in Ordnung ist, ging es weiter im gewohnten Tempo.
Dann die erste Steigung, nun zeigte sich schon mal, dass da in meinen Beinen was fault. Locker ging Jola die Steigung an, ich fiel um ein paar Meter zurück, Bernardo war jetzt kein Thema mehr, der lief jetzt außer Konkurrenz.
Jola und ich.
Zurück in der Ebene konnte ich wieder punkten. Es fühlte sich alles locker an, das Ohr kam in Sicht. Aber auch hier verwehrte mir eine Steigung den lockeren Einstieg in die Endrunde.
„Die Knie durchdrücken“, ein Tipp der braunen Beine. Was sollte das werden, davon hatte ich noch nie gehört. Vor sich auf den Boden gucken an der Steigung, ja, das kenne ich, aber Knie durchdrücken? Es deuteten sich Probleme an.
Die Ebene riss nicht alles wieder raus. Die Pace war konstant. Jola schwächelte nicht die Bohne. Mit Grausen dachte ich an die Brücke. Und da war sie auch schon. Meine persönliche Hölle auf der Strecke. Was ist los, wo bleib der Ehrgeiz? Früher waren es gerade die Steigungen, an denen wir uns gemessen haben. 
Und nun?
Locker wie eine Feder zog Jola an. Selbst verzweifeltes, hoffentlich Ansporn versprechendes Gebrüll meinerseits brachte rein gar nichts. Jola wurde langsamer, aber leider nur, weil sie auf mich warten wollte, welch eine Geste! Die kam richtig gut gerade…
Nun denn, irgendwann war ich oben. Jetzt kamen meine etwas längeren blassen Beine zum Einsatz, Brücke wieder runter, es lief! Meine Mitläuferin teilte mit, sie würde am Ende der Brücke nach links wegziehen. Ich verabschiedete mich und blieb mit dem Gefühl zurück, lange nicht so toll mit jemandem gelaufen zu sein. Mit meinem alten Kumpel Ludger gab es auch immer wieder mal solche Läufe, motivierend, inspirierend, schmerzverdrängend, einfach Laufen um des Laufens Willen. Danke Jola, ich habe mich mal darauf eingelassen, mit dir zu laufen. Und es war einfach ein Erlebnis. Wie ich mich kenne, kommt es nicht so schnell wieder vor.

Für Jola (und ein bisschen auch für Bernardo)
Olli