2013 Drachenlauf im Siebengebirge

Was wir hinter uns haben

Leute, schnallt euch an, ein Bericht, wie ihn nur der Jens schreiben kann!!! Mitten aus dem Läuferleben...

7 Bremer Flachlandläufer erobern das Siebengebirge! 
Es ist wieder "Lauf-Saison-Ende"! Also wie immer, ein kleines, nettes Läuferchen rausgesucht,´n paar gute "Läuferkumpels" versammelt, Hotel gebucht, und los gehts . . . . . . . . . . . !
Diesmal fiel die Wahl auf den "Drachenlauf im Siebengebirge"! Er wurde auf der Homepage angepriesen mit:
"Schöner, anspruchsvoller etwa 25 km langer Berglauf über die schönsten Berge des Siebengebirges: Ölberg, Erdmannshütte, Seufzerbrücke, Lohrberg, Löwenburg, Drachenfels, Petersberg! Es sind 950 Höhenmeter auf befestigten Wald,- und Wanderwegen zu bewältigen!!!"
Pööh . . . . 25 km - anspruchsvoll - Berglauf - 950 Höhenmeter!! Na und, harte Kerle wie wir, lachen darüber!!
Samstag Mittag, Ankunft nach 3 1/2 Std Bahnfahrt in Bonn. Strahlenster Sonnenschein! Tasche ins Hotel gebracht, und gleich schnurstracks in die schicke Innenstadt. Hier ´n Bierchen - da ´n Bierchen - hier ´n Bie . . . . . .  ! Dann im
Paulaners den "Untergang" von Werder gegen Wolfsburg geguckt! Anschließend beim Italiener leggere "Läuferkost" zu uns genommen. 21:30, immernoch gefühlte 20 Grad!?!?!?!? Ok, noch ´n Abschlußbierchen . . . . . noch ´n Abschlußbierchen . . . . . . . . noch ´n Abschlussbierchen . . . . noch ´n, Nein, mehr war nicht!!!!!
Sontag Morgen, "der Berg ruft"! Soll er rufen, harte Kerle wie wir, tsis . . . . . ! Gleich nach dem Frühstück ausgecheckt, und noch ´n bisschen Bus fahren, nach "Thomasberg"! Raus aus den Bus, Straße rauf, Straße runter, Straße rauf . . . . . .
puhh . . . . ! (Egal, harte Kerle wie wir!)
Der Start/Ziel Bereich ist vor einer Tennis Anlage. Nette gemütliche Räumlichkeiten, Drachenlauf Souvenirs, Getränke, Kuchen, Brötchen, Umkleide, Duschen, alles was das Läuferherz begehrt!! Durch unsere "Bremer Lauffreunde" Shirts haben wir uns sofort zu erkennen gegeben, und hatten gleich einigen Kontakt zu den "Einheimischen"! Daniel vom Orga Team hat sich auch gleich als "Werder Fan" geoutet!
11 Uhr! Nach einer Unwetter Durchsage vom Veranstalter, und dem Hinweis: "wir begrüßen auch die Läufer aus Bremen", fiel der Startschuss! Zackedi . . . . . los gehts. Gleich rauf zum Ölberg. Nach ca 500 Metern ????? wie, gehen??? KM 2, auf die Uhr geschaut, ups . . . .  15:32 min! Dat kann ja lustig werden (Pööhh . . . . harte Kerle wie wir!) Nu aber - heijaaa - Abwärts !!!!! Hui-jui,is dat steil!!! Rauf - runter - rauf - runter . . . Hallo?? könnt ihr euch mal entscheiden??? Rauf - runter - rauf. Schicke Wurst, km 14, es fängt an zu regnen! Wat is ´n das für´n Wind mit´n mal!! Rauf - rauf - rauf . . . . . Nanü, ne Fatamorgana??? da hält ´n Zug neben uns??? viele Touris am Knipsi-knapsi machen! Hallo Beine, weiter gehts! Und immer wieder Gehpassagen!!! KM 20, haaaa . . . . nur noch 5 Km vor uns!!
Och nö, schon wieder gehen! Uuihh is dat steil! Kopf hoch, höher, noch höher . . . .  aahhhh, Mami . . . . da müssen wir noch ganz rauf??? Km 22, nach ner gefühlten Stunde Lauf (quatsch Lauf, gehennnn)für die letzten 2 Km endlich oben angekommen!! Die Samba Gruppe und n leckeren Sekt bringen mir kurzfristig ein lächeln ins Gesicht! (Kurzfristig - ich muss noch 3 Km!) Nu sind die letzten 3 KM nur noch Pille-palle!
Beim Zieldurchlauf bekam noch jeder ein Base Cap mit dem "Drachen" vorne drauf! (geile Idde!!!!!!!!!!)
Ups . . .  wir "7" haben ´n Schnitt von 3 Std auf dem Tacho (ja ok, Klosi hat nur 2:50 Std gebraucht!), was von allen ca. 7 min den km entspricht! Das hat uns im Zeitplan voll zurück geworfen, und wir mussten uns wegen der Rückfahrt beeilen. Wir sind schon fast auf dem Weg, da ruft uns "Orga-Daniel zurück!
"Schade das ihr schon gehen müsst, aber ich hab da noch was für Euch, für den Rückweg" Und dann hat man "14" leuchtende "Kinderaugen" gesehen . . . . . . . . . . . .  ne Kiste Bier!!!
So-de-le, der Lauf ist 2 Tage her, und wir bewegen uns momentan wie ein "Zombie" auf Wanderschaft, und man hört von uns nur: UUihh . . .  . aahh . . . . . mpfff . . . . huihh . . . . autsch . . . . ((((was für ein mördermäßiger Muskelkater in den Oberschenkeln!!))))
(pööh . . . .harte Kerle wie wir!  . . . . aua . . . ahh . . .  .mpff . . . . schööön vorsichtig gehen)
Jens

2013 40. Berlin Marathon 2013

Was wir hinter uns haben

Ja, genau, das war der schon vorab sagenhafte Berlin Marathon, dessen 40.000 Startplätze schon im Oktober 2012 innerhalb von dreieinhalb Stunden ausgebucht waren, und ich hatte einen davon!!! Und am Vortag, dem 28. September, hieß es dann: Berlin, Berlin, ich fahre nach Berlin!
Nicht bewusst war mir, dass ich gleich noch am Vortag mehrere Marathons zu bestreiten hatte: Nach dem Hotel-Check-In ging es erst mal zum alten Flughafen Tempelhof, wo im Rahmen der Sport- und Gesundheitsmesse BERLIN VITAL die Startunterlagen abgeholt werden konnten. Aber so einfach war das nicht! Man musste sich durch die gesamte Messe in den ehemaligen Hangarhallen, an den Ständen aller namhaften Laufausrüster an den Besuchermassen durcharbeiten, um dann in der letzten Halle sich schon wie im Startblock zu fühlen: Nur stoßweise konnten die anströmenden Läufermassen Ihre Startnummer erhalten. Aber schließlich wurde alles auch noch gecheckt, der Personalausweis, der Anmeldeausdruck und der Zeitmesschip. Immerhin blieb danach noch etwas Zeit, am Brandenburger Tor die Stimmung und den Zieleinlauf einiger Skater, die heute schon ihren Marathon hatten, zu erleben und sich auf dem Startgelände des Marathons zwischen Reichstag und Bundeskanzleramt schon mal grob zu orientieren, wo man denn nun am nächsten Morgen vor dem Start genau hinmusste.
Unserem  Jensemann und seiner Marathonerfahrung ist es zu verdanken, dass ich dann auf seinen Rat hin schon sehr sehr früh in meinem Startblock G war. „G“ stand dabei (hoffentlich!) nicht für Gurken, sondern für eine Zielzeit von 3:50 bis 4:10 Stunden. Und so früh am Morgen war der Berlin Marathon noch persönlich, die Ordner und Helfer begrüßten einen noch persönlich, nur war es bitterkalt –aber ich hatte mit einem alten Pulli vorgesorgt, fand insgesamt aber den frühen Start um 8:45 Uhr sehr angenehm und genoss die Spannung und die Atmosphäre im Startblock mit immer mehr Läufern.
Naja, und dann….. Was soll ich sagen? Kann man nicht beschreiben! Bei absolutem Postkartenwetter und absolutem Gänsehautfeeling fiel der Startschuss auf der Straße des 17. Juni in Richtung Siegessäule. Nach zweieinhalb von Adrenalin getragenen Kilometern dann der Schwenk über Moabit und Mitte nach Osten… Und gefühlt hatte fast jeder Kilometer seine eigene Band, Kapelle, Trommelgruppe, die die Läufer anfeuerte. Und abgesehen von ein paar baustellenbedingten Engstellen gab es auch fast keine Probleme, in der Masse zu laufen. Grandios viele Fahnen im Publikum, besonders fielen mir chilenische auf, aber vorwiegend waren die Fahnen rot-weiß (Dänemark, und dann noch ein paar schweizerische und polnische Flaggen, und auch noch die von Singapur!). Überhaupt merkte man doch, dass sehr viele Läufer wohl extra aus dem Ausland nach Berlin angereist kamen. Es ist doch einer der „Großen Marathons“!
Die 10 Kilometer waren beim Alexanderplatz erreicht, nun ging es über Neukölln und Kreuzberg wieder nach Westen. Irgendwie blieb bei mir die Strecke gar nicht so im Gedächtnis. Nur eben die vielen vielen Läufer. Gänsehautfeeling wieder kurz bei Kilometer 23, als ein gewitzter Zuschauer über ein selbstgemaltes Pappdeckelplakat die Läufer informierte: „World record broken by Wilson Kipsang – 2:03:23“. Schon Wahnsinn, im gleichen Rennen zu laufen wie ein Weltmeister! Nur dass ich eben fast das Doppelte an Zeit brauchte wie er…
Die Cheerleader beim berühmten „Wilden Eber“ bei Kilometer 28 schienen wohl selber eine Aufheiterung zu brauchen, aber schon ging es auch weiter. So langsam merkte ich dann doch, dass es nicht ganz so lief, wie es sollte, und sehnte den Ku’damm herbei, von da aus war es dann ja doch nicht mehr so weit, oder? Naja, so 8 Kilometer werden zum Schluss ja doch immer länger als gedacht, und nach dem Potsdamer Platz (Kilometer 38) blies noch ein beständiger Ostwind den Läufern über zwei Kilometer ins Gesicht. Es müsste doch nun wieder zurück Richtung Brandenburger Tor gehen? Die Abzweigung bei Gendarmenmarkt kam und kam nicht, aber erstaunlicherweise dann doch.
Und dann eben noch mal… Unter den Linden… Brandenburger Tor… Das Ziel vor Augen… Unbeschreiblich! Dieses Gefühl ist dann doch die Teilnahme am Berlin Marathon wert! Genial! Nur zu empfehlen! Hoffe, Ihr seid auch einmal dabei!!!
Stefan

2013 Bremen Marathon

Was wir hinter uns haben
 
35 Jahre Mercedes-Benz in Bremen, 75 Jahre Automobilbau in Bremen
35 / 75
Das waren die zwei Stichworte, mit denen die Geschäftsleitung des Bremer Mercedes-Benz Werkes an die SG Stern Bremen herangetreten war.
Fragestellung: „Was kann die SG Stern im Rahmen einer sportlichen Veranstaltung zur Feier dieser beiden Jubiläen beitragen?“
Schnell war eine Idee geboren: wir veranstalten einen Lauf, organisiert von der SG Stern Bremen gemeinsam mit Laufgruppe der SG Stern, die die erforderliche Erfahrung hat.
Nun, einen eigenen Lauf zu organisieren, womöglich noch auf dem Werksgelände, scheitert an diversen Vorgaben Dritter, sei es Werkschutz, Polizei oder Ordnungsamt; darin hatte die Laufgruppe schon im Jahr 2000 ausreichend Erfahrung am Werdersee gesammelt und wollte dieses nicht noch einmal durchziehen, der Aufwand wäre einfach zu groß gewesen.
Da ist es einfacher, sich an einen bestehenden,  gut etablierten Lauf „dranzuhängen“. Nur, an welchen? Es kann nur einen geben, der auch eine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit hat und bei dem Mercedes-Benz Bremen ordentlich zur Geltung kommen kann: den Bremen Marathon. Wenn diese Stadt, in der wir erfolgreich Mercedes Fahrzeuge bauen, schon einen Marathon hat, dann wollten wir genau da dabei sein!
Auch darin hat die Laufgruppe Übung, denn im Jahr 2011 hatte sie den SG Stern Deutschlandpokal Marathon hier bei uns in Bremen zu organisieren, was bei unseren Gästen nachhaltigen positiven Eindruck hinterlassen hat.
Nach mehreren Abstimmungsgesprächen mit den Verantwortlichen der Geschäftsleitung des Werkes kristallisierte sich die angebotene Unterstützung durch das Mercedes-Benz Werk Bremen heraus: es sollte eine einheitliche Laufbekleidung für die Mercedes Läuferinnen und Läufer geben. Auch ein Zelt im Start/Ziel Bereich als Anlaufpunkt sollte gesponsert werden.
Schnell war ein Lieferant für die gewünschten Laufhemden gefunden und mit dem verantwortlichen Organisator des Bremen Marathon wurde ein guter Platz für das Zelt ausgewählt.
Der Aufdruck auf den Laufhemden wurde mit der Geschäftsleitung abgestimmt und stellte die „Starke Mannschaft“ des Bremer Mercedes Werkes in den Mittelpunkt.
Eine starke Mannschaft
Jetzt, wo der Rahmen abgesteckt war, ging es an die Werbung, um möglichst viel Läuferinnen und Läufer des Werkes zu erreichen. Da kam uns das Intranet zur Hilfe, aber auch Flyer und nicht zuletzt das Netzwerk, welches wir Läufer untereinander haben.
Schließlich hatten 170 Mercedes Läuferinnen und Läufer zugesagt! Damit hatten wir Organisatoren nicht gerechnet; dafür dass wir eine solche Aktion zum ersten Mal durchgeführt haben, eine beindruckende Beteiligung.
Nach diversen Abstimmungsgesprächen rückte der Tag näher, an dem es nun endgültig losgehen sollte. Viele Laufhemden waren im Vorfeld ausgegeben worden, der Rest sollte am Veranstaltungstag übergeben werden.
Klosi und Rainer hatten am Freitag vor DEM Tag einen Sprinter vollgepackt mit allem, was man so braucht: Tische, Stellwände, Werbebanner, Kaffeemaschine, Erfrischungsgetränke.

06. Oktober 2013, DER Tag.
Klosi, Rainer und Olli trafen sich wie verabredet um 7:30 Uhr am Zelt. Das Zelt war da, zum Glück, da war also die Basis schon mal vorhanden. Nur hatte man vergessen, uns mit Strom zu versorgen. Macht nichts, geht auch ohne, nur auf den Kaffee mussten wir dann leider verzichten.
Das Zelt war da!!!
Die Tische und Sitzbänke wurden halbkreisförmig aufgestellt, Pavillons platziert, Werbebanner positioniert. Die ersten Fotografen der Sparte Foto der SG Stern Bremen fanden sich ein.
Dann kamen die ersten Läuferinnen und Läufer, und mit ihnen die ersten Kuchen! Wir hatten um eine Kuchenspende gebeten und es kamen die leckersten Kreationen auf den Tisch!
Kuchen, Getränke und Betreuung!
Die Schar der Mercedes Läuferinnen und Läufer, die nun eintrafen, wuchs beständig.
Da das Wetter mitspielte, es war bedeckt, kein Regen und ausreichend warm, blieben viele vor dem Zelt und es war genügend Platz im Zelt für das Ablegen der Kleidersäcke und man konnte sich hier auch noch bequem umziehen.
Schließlich, um 9:00 Uhr kam es zum ersten Fototermin für die 10 km und Marathon Läuferinnen und Läufer. Es entstanden tolle Bilder mit unseren Laufshirts, alles in blau und mit großer Beteiligung!
10 km und Marathon
Der Start für den 10 km Lauf war um 9:35 Uhr, der Marathon startete um 9:45 Uhr. Da lichteten sich die Reihen im und vor dem Zelt, es trat etwas Ruhe ein, aber nicht lange, da kamen schon die ersten Halbmarathonies, deren Start später erfolgen sollte. Auch mit denen, und den ersten 10 km Finishern, kam es um 10:45 Uhr zu einem 2. Fototermin. Start des Halbmarathons dann um 11:25 Uhr.
10 km Finisher und Halbmarathon
Einige Läuferinnen und Läufer des Mercedes-Benz Betriebsmittelbaus haben eine eigene Gruppe gebildet. Eine gute Idee, so können sich Mitarbeiter einer Abteilung untereinander austauschen und sich gegenseitig motivieren. Als Erkennungsmerkmal hatte sich die Gruppe zusätzlich zum Laufhemd noch mit speziellen Bandanas ausgerüstet.

Läuferinnen und Läufer Mercedes-Benz Betriebsmittelbau
Viele Angehörige, die die Mercedes Läuferinnen und Läufer begleiteten, wurden nun zur Jubeltruppe und begleiteten die Läufer mit Worten lautstark aufmunternd auf der Strecke. Da wir alle an unseren blauen Laufhemden gut zu erkennen waren, erhielt der eine oder andere schon mal Zuspruch von ihm völlig unbekannten Zuschauern, die aber einen „Mercedes Läufer“ erkannten und dann entsprechend motivieren wollten.
Die Strecke des Bremen Marathon ist hart. Klingt vielleicht komisch, da man vermuten sollte, dass der Marathon eher im flachen Gelände zu laufen ist. Aber stetig wechselnder Bodenbelag, Unter- und Überführungen, Schienen, enge Kurven und das Gefühl, gerade auf den letzten Kilometern stetig bergan, weil die Weser hoch, zu laufen, verleihen dem Bremen Marathon keine als leicht zu bezeichnende Gesamtbeurteilung.
Hervorzuheben ist der „Durchlauf“ durch das Weser Stadion, dem Heim der hiesigen Bundesligamannschaft Werder Bremen. Natürlich durfte der heilige Rasen nicht betreten werden. Wozu auch, Leistung brachten hier im Moment die Läuferinnen und Läufer und nicht die Fußballmannschaft.
Als alle Läufe ihr gutes Ende gefunden hatten, traf man sich dann zu einem Erfahrungsaustausch an und in unserem Zelt. Die ersten Pläne für 2014 wurden geschmiedet, die Messlatte bei einigen von 10 km auf die Halbmarathonstrecke im nächsten Jahr hochgelegt. Nun, wir werden sehen, was im nächsten Jahr möglich ist.
Fest steht, dass die Laufgruppe der SG Stern Bremen den Konzernlauf über 10 km, Halbmarathon und Marathon durchführen wird.


Da wird es sicherlich auch für die „normalen“ Mercedes Läuferinnen und Läufer des Werkes ein Angebot geben.
Ach ja, eine kleine Randbemerkung: unserem Läufer Klosi ging es nach dem Marathon nicht wirklich gut. Kreislauf und Muskeln spielten verrückt. Da war es gut, dass wir auf die Sanitäter zurückgreifen konnten, die der Veranstalter organisiert hatte. In deren Obhut ging es Klosi bald besser. Selbst ein so erfahrener Läufer braucht gelegentlich mal jemanden, der ihm unter die Arme greift.
Als schließlich auch so ziemlich der letzte gegangen war, wurde kräftig aufgeräumt. Vom Kuchen war nicht viel übrig, der Rest konnte an die hilfreichen Sanitäter verteilt werden, die diesen dankbar entgegen nahmen.
Rainer und Olli brachten alle Utensilien noch am Nachmittag zurück in das Werk, wobei Olli die Belastung des Tages doch allmählich anzumerken war. Aufbau, Halbmarathon, Abbau, es reichte jetzt.
Über Ergebnisse wollen wir hier nicht reden. Unsere Teilnahme fand ausschließlich unter dem Aspekt statt, keine Hochleistung zu bringen, vielmehr sollte auch der wenig geübte Läufer angesprochen werden und vielleicht durch dieses Gruppenerlebnis auf den Geschmack gebracht werden, dabei zu bleiben.
Unter allen Finishern, immerhin 140, wurden dann 6 x 100,-€ Gutscheine verlost, die am 10.10.13 von unserem Werkleiter an die glücklichen Gewinner übergeben wurden.
Gewinner der Verlosung!
Wir sehen uns wieder, entweder in der Laufgruppe oder 2014 beim Konzernlauf!
 
Hier geht es zum Fotoalbum > hier anklicken! <

Vielen Dank den Fotografen, u.a. aus der Fotosparte der SG Stern Bremen:

Busche (Sparte Foto)
Hilgert (Sparte Foto)
Mandrella (Sparte Foto)
Müller (Sparte Foto)
Boecker (Sparte Foto)
Bilke
Meyer
Mena Membrives
Thoms-Joa

2013 Dreiländerlauf auf dem Saar-Hunsrück-Steig

Was wir hinter uns haben

Im Frühjahr war ich bereits zwei Tage im Saarland bzw. Rheinland-Pfalz auf dem Saar-Hunsrück-Steig unterwegs. Nun hatte Bernhard Sesterheim, der Organisator, sich nochmal etwas Neues ausgedacht: An 4 Tagen mit Etappenlängen mindestens einer Marathonlänge ging es wieder durch die saarländische bzw. rheinland-pfälzische Mittelgebirgslandschaft. Und da in Schengen, Luxemburg, gestartet wurde und ein paar Kilometer der Strecke auch in Frankreich zu absolvieren waren, hob Bernhard zum Tag der Deutschen Einheit den „Dreiländerlauf“ aus der Taufe!

3. Oktober 2013: Schengen – Mettlach/Dreisbach (43,0 km)
Vor dem Start in Schengen ist noch gut lachen
Die am Vortag angereisten Teilnehmer wurden von Trier, wo in der Jugendherberge übernachtet wurde, nach Schengen gebracht. Direkt am Moselkai, wo am 19. Juni 1990 die Außenminister der Beneluxstaaten, Frankreich und Deutschland an Land gingen, um die Durchführungsbestimmungen zum bekannten Visaabkommen zu unterzeichnen, hielt heute nun Bernhard das Läuferbriefing.
Läuferbriefing in Schengen
Noch hatte ich gut Lachen, aber dann ging es richtig los: Nach ein paar Kilometern auf einem Fahrradweg im Herzogturm wurde die Brücke Mosel überquert, und es ging zum ersten Mal entlang aufwärts, inmitten von Weinreben. Da brauchte man die Luft für etwas Anderes, aber oben warteten bereits der erste Verpflegungspunkt und eine grandiose Aussicht auf das Moseltal. Nun begleitete uns auch wieder die grün-blaue Markierung des Saar-Hunsrück Steigs, und die Strecke verlief abwechslungsreich durch Wälder und über
Geniale Aussicht auf das Moseltal
Felder, und zumeist auch entweder auf- oder abwärts. Hätte mir zwar schon noch gerne die rekonstruierte römische Villa angeschaut, aber dazu war nun doch keine Zeit… Grandioser Höhepunkt dieser Etappe war definitiv die Aussicht auf die berühmte Saarschleife bei Mettlach.
Saarschleife bei Mettlach
Dann ging es kontinuierlich bergab, und die letzten Kilometer zur Jugendherberge Mettlach-Dreisbach war der Saar noch zu folgen. Ein paar „ebene“ Kilometer zum Etappenabschluss (knapp 43km)…


4. Oktober 2013: Mettlach/Dreisbach – Weisskirchen (47,7km)

Ich denk, ich lauf' im Wald!
Gut erholt schloss sich am nächsten Morgen Bernhards Briefing für die 2. Etappe an. Dadurch, dass die Distanzen eben nicht über 60km lagen, war auch genug Zeit zu Regenerieren. Nun ging es wieder los! Erst wieder entlang der Saar, wie wir gestern auch gekommen waren, aber dann durch Mettlach „City“, und dann, wer hätte es gedacht, wieder bergauf! Die Strecke erwies sich insgesamt auch als schwieriger als am Vortag, felsiger, mehr Wurzeln. Und ein paar mehr Höhenmeter. Aber der Lauf auf das, was man neudeutsch als „Single-Trail“ bezeichnet, war genial. Mal über Sumpfland, mal durch Nadelwald, mal über Stock und Stein, was man alles direkt über die
Waahhh!!! Warum lande ich immer
bei denen im Zimmer?
Fußsohlen erfühlen konnte! Und immer mal wieder Läufer, die entweder mich überholten, oder die ich überholte, und ein kurzes Schwätzchen. Als ich denn endlich in Weisskirchen angekommen war, merkte ich, dass mich drei meiner schnelleren „Mitläufer“ schon auf ihr Jugendherbergszimmer gebucht hatten, was wahre Begeisterungsstürme im Zimmer auslöste… Aber es ist nicht immer einfach, ein Zimmer mit zwei Hunsrückern und einem verschärften Schwaben zu teilen.

5. Oktober: Weisskirchen – Hermeskeil (42,7km)
Durchwachsenes Wetter an Tag 3
Nach einer Nacht, die bis in die frühen Morgenstunden vom Krach zuschlagender Türen geprägt war, ging es auf die nächste Etappe. Es hatte die Nacht über tüchtig geregnet, und auch bei Start nieselte es. War aber dann doch erstaunt, als mein schwäbischer Zimmerkollege es tatsächlich fertig gebracht hat, mit Regenschirm zu laufen, und das auch ziemlich zügig! Aber in Baden-Württemberg kann man ja alles, bis auf… J
. Wieder ging es über Wälder und Felder mit vielen Steigungen und einigen Abstiegen, aber insgesamt war die Strecke trotz des Regens einfacher zu laufen als gestern. Zu Mittag lies der Regen nach, und man konnte sie am vorletzten Verpflegungspunkt einen interessanten Bieberbau in Augenschein nehmen…
Letzte Verpflegungsstation der 3. Etappe

Zum Schluss musste noch eine Zusatzschleife auf einem Wirtschaftsweg, ca. 2 km kontinuierlich bergauf, gelaufen werden, was mir dann noch die letzten Kräfte der Etappe raube. So langsam machte sich das Laufpensum der letzten Tage doch bemerkbar. Ein Wunder, wie manche meiner Laufkollegen diese Strecken einfach so wegzustecken schienen.
 

6. Oktober 2013 Hermeskeil – Trier (56,0km)

Zu unserer nunmehr eingeschworenen Zimmergemeinschaft kam letzte Nacht noch ein Schweizer dazu, und die eidgenössisch- schwäbischen Kommunikationsschwierigkeiten trieben einem einfach nur die Lachtränen in die Augen…  Und um 9
Asphaltbelag war eher die Ausnahme
auf dem Saar-Hunsrück-Trail
ging es wieder weiter. Gerüchteweise war zu hören, dass die Etappe heute doch etwas länger als die ausgewiesenen 48km sein sollte, von daher waren ein paar langsamere Läufer, mit ihnen auch die mit 73 Jahren älteste Teilnehmerin, schon eine Stunde früher gestartet. Das Wetter war zwar durchwachsen, aber weitgehend trocken, und so konnte ich nochmal trotz schmerzender Oberschenkel den Hunsrück genießen.
Auf der 4. und letzten Etappe
Diesen Teil der Strecke kannte ich weitgehend, da ich diese im Frühjahr, allerdings in der entgegengesetzten Richtung, gelaufen war. Nur war eben nun, was damals eine tolle Strecke zum Abwärtstraben ziemlich am Anfang war, nun eben eine kilometerlange kontinuierliche Steigung kurz vor Trier. Zählte meine Schritte, 100 Schritte laufen, 50 Schritte gehen, 100 Schritte laufen… Mehr war einfach nicht mehr möglich! Und dann, sah man schon die Vororte von Trier! Ich war also praktisch da! Naja, fast, es ging schon nochmal an Vororten vorbei, wobei man aber fast bis zum Schluss wirklich auf Wanderpfaden, und kaum auf Asphalt, gelaufen ist. Aber dann war man praktisch da! Nein, doch nicht! Bernhard wartete am letzten Verpflegungsstand, und informierte, dass nun doch ein paar 5 Kilometer mehr zu laufen waren…
Fast da: Vororte von Trier
Naja, aber es ging ja nun noch bergab. Aber auch das tat nun weh. Ab und an überholt ich eine Laufkollegin, die mich dann auch immer wieder überholte, und wir beschlossen, innerhalb von Trier zusammen zu laufen, damit wir uns nicht auf den letzten Kilometern noch verliefen (davon war ich im Gegensatz zu anderen Läufern in den letzten Tagen so ziemlich verschont geblieben, und so sollte es auch bleiben). Und wir waren praktisch ja auch fast da! Aber nein, doch nicht, die Mosel, an der die Jugendherberge lag, mussten wir erreichen. Dann…. Nein, die Mosel kam, aber die Jugendherberge mit dem Ziel geografisch erst nach 2 Kilometern, und gefühlt nach 20km! Aber dank Heidemarie und der dortigen Läufer-Grill-Party kam ich dann nach gut 7 Stunden doch noch ins Ziel…
Der Dreiländerlauf findet 2014 übrigens wieder vom 3.-6 Oktober statt… Wer so was mal
Zieleinlauf an der Jugendherberge Trier:
Endlich da!!!

erleben möchte und wie ich nicht zu den schnellsten zählt, kann auf die ausgezeichnete Organisation (vielen Dank auch an alle Mitarbeiter, und für die tollen Verpflegungsstände!) von Bernhard Sesterheim bauen! (Leider braucht man aufgrund der Nachtaktivitäten in den Jugendherbergen aber auch einen unempfindlichen Schlaf...).

Stefan

2013 1. Bremer Bergmarathon

Was wir hinter uns haben

1. Bremer Bergmarathon
Neun Anmeldungen verwegener Läufer gingen für den ersten Marathon in den Bremer Highlands ein, davon eine sogar aus Belgien… Ich stieß im Internet ganz zufällig auf den Lauf, und, da ich die Erhebungen Süddeutschlands in den hanseatischen Gefilden schon vermisse, wollte ich einmal wissen, was man den so in Bremen unter einem Bergmarathon versteht. Olaf, der Veranstalter, kündigte immerhin rund 780 Höhenmeter an, die im Pellens Park auf der Strecke zu sammeln waren. Zwanzig Mal war eine 2,15km Runde im Park zu laufen, um dann auf die volle Marathondistanz zu kommen.
Schon vor dem Start herrschte gleich eine familiäre Atmosphäre bei sonnigem Spätsommerwetter auf dem Parkplatz des SG Marßel: Dort parkte das Wohnmobil von Helmut, einem Mitveranstalter und erfahrenen Ultraläufer, welches gleichzeitig als Start- und Zielpunkt, Verpflegungsstelle und Gepäckdepot diente. Eine Läuferin war bereits unterwegs, zwei hatten leider abgesagt. Aber pünktlich um 10 ging es dann vor alle anderen los!
Gemähte Wiese
Die Strecke war sehr vielseitig, und wurde auch im weiteren Verlauf nicht langweilig. Über eine gemähte Wiese, am Fußballplatz vom SG Marßel vorbei, dann auf Fahrradwegen Richtung Park, und im Park dann Trails, Waldwege und Schotterwege bunt gemischt und fast immer im Schatten von Bäumen, und abwechselnd stets rauf und runter. Erschienen die Steigungen auf den ersten Runden noch als locker machbar, so schien die Geest bei jeder neuen Runde um ein paar Meter höher zu sein, und in den Oberschenkeln machte sich bemerkbar, dass ich ansonsten ja kaum Steigungen laufe. Nachdem der Tiefpunkt bei Runden 12 und 13 überwunden war,  wurde offiziell bekanntgegeben, dass nur 19 Runden zu laufen seien: Die Runde war doch etwas länger als zunächst geschätzt, und damit die Marathondistanz eben schon früher erreicht.

Bergauf in Bremen???
Trotzdem erreichte ich erst nach 5 Stunden und 45 Minuten das Ziel… Mein langsamster Marathon bisher, aber ein völlig neues Erlebnis, Höhenmeter in Bremen zu laufen, und dabei auch noch ein paar nette Läufer kennenzulernen, die gerne auch öfter mal etwas „Verrücktes“ machen. Und garantiert werde ich ab und an mal im Pellens Park Bremer Höhenmeter sammeln gehen…
Der nächste nicht ganz so normale Lauftermin im Bremer Norden ist übrigens der 10. Bremer Zeitsprung Marathon in Vegesack (Start am 27.10. um 1 Uhr nachts in Vegesack auf der maritimen Meile). Persönliche Bestzeiten sind dabei aufgrund der Zeitumstellung garantiert. Weitere Infos: http://www.mattejiet.net/
Stefan

2013 Staffellauf 5 x 10 und 3 x 6 km Oldenburg

Was wir hinter uns haben

Staffellauf in Oldenburg, ein MUST für die Laufgruppe, galt es doch, den Pokal der Firmenmannschaften der Männer auf 5 x 10 km zu verteidigen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Es hat nicht ganz gereicht. Die Mannschaft der Bläser des Oldenburgischen Staatsorchesters hat uns den Pokal abgejagt. Es sind aber ja auch unfaire Bedingungen gewesen, Bläser gegen Autobauer, wer hat da wohl die bessere Puste?  Jedenfalls waren die Autobauer deutlich umweltbewusster und haben weniger CO2 in die Luft geblasen. Es reichte immerhin für den 2. Platz von immer 2 teilnehmenden Firmenmannschaften (öhöm).
Unsere 2. Staffel, die für die 3 x 6 km zum Einsatz kam (die Pink Ladies) war deutlich erfolgreicher und belegte Platz 5 von 14. Nicht übel, wobei die Running Queen

der Staffel der Spartenleiter höchst persönlich war. Alles in Allem war es wieder eine tolle Veranstaltung, auch für die nicht aktiven, und wir hoffen sehr, nächstes Jahr mit deutlich mehr Mitgliedern und deren passivem Anhang hier teilnehmen zu können, es lohnt sich wirklich, auch wegen des leckeren Kuchens. Im Fotoalbum ganz unten von diesem Beitrag wird man vielleicht die gute Stimmung erahnen können, wobei sich die Leistungen der einzelnen Läufer auch durchaus sehen lassen können. Ach ja, Eingeweihte wissen, warum wir verloren haben...wir wollen hier aber keine Namen nennen!!! ;-)))
Olli

Die Running Queen der Laufgruppe
Der Kraftmeier der Laufgruppe, der BURNER!!!
Der Frauenbeteuer der Laufgruppe

Hier geht es zum Fotoalbum: >HIER ANKLICKEN<

2013 24h Burginsellauf Delmenhorst

Was wir hinter uns haben

24-Stunden Burginsellauf Delmenhorst
15.06 – 16.06.2013
Zum zehnten Mal fand in Delmenhorst der 24-Studnen Burginsellauf in Delmenhorst statt. Für mich die erste Teilnahme und für Ulli die Zehnte (natürlich!). Vor zehn Jahren habe ich gedacht man muss verrückt sein. Jetzt weiß ich, dass es verrückt ist, aber sehr viel Spaß macht.
Wir liefen die 24-Stunden als Staffel mit mehr oder weniger erfahrenen Läufern aus dem Fitness Studio PEP Fitnessanlage. Insgesamt waren wir also zehn Läufer.
Wir hatten ein großes Schlafzelt und unsere persönliche Wechselzone in der wir uns aufhielten wenn wir mal nicht an der Reihe waren.
Pünktlich um 12:00 Uhr fiel der Startschuss und ich durfte für unser Team die erste Runde laufen. Leider habe ich mich total übernommen und nach der ersten Kurve musste ich das Tempo schon drosseln.
Wir liefen aufgeteilt in Vierer- und Zweierteams jeweils für eine Stunde. Diese Taktik hat soweit auch gut funktioniert. Nach fast zehn Stunden gab es allerdings den ersten Verletzten bei uns im Team und da waren es nur noch Neun! Eine neue Aufstellung wurde gleich ausgewertet und so haben wir uns in Dreiergruppen umformiert.
Um 00:00 Uhr gab es zum zehnjährigen Jubiläum ein kleines Feuerwerk. Ganz besonders genossen hat dieses Szenario, mit einem Glas Sekt, der Ulli.
Es wurde langsam kühler und die Nacht zog sich hin. Ulli und ich haben uns eine kleine Schlafeinheit von 2 Stunden am frühen Morgen gegönnt, auf eine Dusche wurde ganz verzichtet. Nun war es etwas mühsamer nach einer längeren Pause wieder kalt an den Start zu gehen. Die ersten Meter haben in den Beinen gebrannt. Doch sobald man einige Läufer aus den anderen Teams überholt hatte, gab es einen großen Motivationsschub.
Nach 23 Stunden hat jeder Läufer nochmal alles aus sich rausgeholt. Teilweise wurden sogar Rundenbestzeiten gelaufen. Der Ehrgeiz hatte uns gepackt und wir haben in der letzten Stunde noch drei Plätze gut machen können. Die letzten zehn Sekunden wurden angezählt und anschließend lag man sich nach 24 Stunden in den Armen und hat sich hauptsächlich darüber gefreut, durchgehalten zu haben. Von 80 Staffeln haben wir den 39. Platz belegt. Mit einem kühlen Bier haben wir zusammen mit unserem Team angestoßen und uns geeinigt im nächsten Jahr wieder an den Start zu gehen. 
Mein Fazit: nach einer kalten Nacht kann eine Runde von 1,2 Km sehr lang werden und am schlimmsten sind eigentlich nur die Laufpausen in denen man auskühlt. Ansonsten freue ich mich schon auf das nächste Jahr. Termin: 21.06 – 22.06.2014!
Interessant auch für (un)normale Langstreckenläufer. Hier besteht die Möglichkeit, sich mit seinem Hobby einen Tag lang intensiv zu beschäftigen. 
Jenny Z.

2013 SG Stern Deutschlandpokal Marathon Mannheim

Was wir hinter uns haben

Wir waren erst in Mannheim, deshalb war das Teilnehmerfeld der SG Stern Bremen am Deutschlandpokal Marathon der SG Stern Deutschland extrem übersichtlich. Lediglich unser unermüdlicher Stefan S. hat teilgenommen. Hier sein Bericht:

Ist leider nicht so gut gelaufen, aber der nächste Marathon kommt bestimmt :)

10. MLP Marathon Mannheim

Ein einziger Bremer ist dem Aufruf der SG Stern gefolgt, in Mannheim im Rahmen des 10. MLP Marathon Mannheim an der SG Stern Marathonmeisterschaft teilzunehmen…
Ganz anders zu den üblichen Marathons ist der Mannheimer als Dämmermarathon konzipiert und startet samstags abends um 19.00 Uhr am berühmten Mannheimer Wasserturm. Die 10. Ausgabe fand dieses Jahr, bedingt durch das Deutsche Turnfest, anstatt wie bisher im Mai, erst am 8. Juni statt, und die Temperaturen waren entsprechend.
Mit vielen anderen Läufern entspannte ich mich im auf den Grünanlagen im Schatten des Wasserturms und erlebte um 18.00 Uhr den Start der Handbiker sowie eine halbe Stunde später den Start der Inline-Skater. Der Mannheimer Marathon war tatsächlich auch sportlich sehr vielseitig.
Viertel vor sieben war ich dann, bei Temperaturen um die 26°, in meinem Startblock, zusammen mit Halbmarathonis, die wohl den Löwenanteil der Läufer stellten. Hinzu kamen noch die Marathonstaffeln (hier wurde die Marathonstrecke auf 5 Läufer aufgeteilt) und die Duo-Marathonläufer (Zweier-Staffel). Insgesamt wurde an dem Tag ein neuer Teilnehmerrekord von fast 13.000 Läufern erreicht!
Nach dem Startschuss merkte man das doch deutlich. Zuerst ging es über die grüne Augusta-Anlage Richtung Osten durch die Mannheimer Oststadt und dann die Mannheimer Vororte Neuostheim und Seckenheim, entlang an Spargel- und Rapsfeldern, auf der flachen Rheinebene. Neben ruhigen Abschnitten gab es in den Ortschaften doch immer wieder ein engagiertes und lautstarkes Publikum. Zum Teil hatte man es sich auch mit Gartenmöbeln auf den Gehsteigen gemütlich gemacht und genoss bei einem guten badischen Tropfen die Marathonatmosphäre.
Ein paar mehr Tropfen (an Wasser) hätte es auch an manchen der Wasser- und Verpflegungsstellen sein dürfen: An manchen waren die Becher nicht einmal zu einem Drittel aufgefüllt, was angesichts der Temperaturen einfach nicht ausreichte. Bei Kilometer 10 merkte ich auch, dass ich etwa eineinhalb Minuten hinter meinem Zeitplan war, und musste ein wenig zulegen, was leider durch die Menge an Läufer auf zum Teil schmalen Landwirtschaftswegen nicht immer so einfach war. 
Nun ging es wieder zurück Richtung Westen, Richtung Mannheim „City“… Ich kannte ja die Halbmarathon- Strecke von vor zwei Jahren… damals war ich froh, in den Mannheimer Quadraten in der Innenstadt die Halbmarathon-Abzweigung nehmen zu können. Heute ging das nicht, sondern es ging weiter Richtung Sonnenuntergang, durch die Quadrate und dann über die Kurt-Schumacher-Brücke über den Rhein nach Ludwigshafen. Der Mannheimer Marahton rühmt sich ja, nicht nur durch zwei Städte zu führen (Mannheim und Ludwigshafen), sondern auch durch zwei Bundesländer (Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz). 
Auf der Brücke kam mir, angeführt von einer Polizeieskorte und dem Wagen mit der Zeitanzeige, der Erstplazierte entgegen, der den Marathon schließlich in 2:19 gewann. Wir normalsterblichen Läufer feuerten ihn sowie seine Verfolger gebührend an. 
Bei Kilometer 25 merkte ich, dass ich trotz der gefühlten Anstrengung noch immer eine Minute hinter meinem Zeitplan war, und mich auch nicht so gut fühlte. Im Training war ich diese Distanz in der Marathongeschwindigkeit und zum Teil ein wenig schneller mit deutlich weniger Mühe gelaufen. Aber das war im Training, und heute war eben Marathon…und es lief einfach doch nicht so rund. 
Bei Kilometer 30 , in den Vororten Mundenheim und Rheingönheim von Ludwigshafen, wo das Publikum nur so bebte und die Läufer anfeuerte, bekam ich Probleme mit der Atmung und merkte, wie sich meine Bronchien verkrampften. Sowas hatte ich bislang nur bei kalter Luft, aber vielleicht war die Bremer Luft doch deutlich besser, war irgendwas Allergisches in der Luft, einfach zu warm, oder sonst etwas. Aber kurzum: Heute war nicht mein Tag, und ich musste das Beste daraus machen. Musste die Geschwindigkeit rausnehmen, und Gehpausen einlegen, und musste darauf achten, dass meine Bronchien nicht ganz blockierten. 
Mittlerweile war es Nacht, und über der Strecke lag schon eine ganz spezielle Atmosphäre. Ich genoss das, so gut es ging, und wurde dann bei Kilometer 37 von Dieter vom SG Stern Mannheim angefeuert, und wir teilten uns ein wenig den Weg ins Ziel, wieder über die Kurt-Schumacher-Brücke zurück nach Mannheim. Dann ging es wieder in die Quadrate und Dieter konnte noch einen Zahn zulegen und sogar noch die anderen Läufer lautstark anfeuern…: „Wer jetzt geht, werd erschosse‘!“ 
Der Bereich um den Wasserturm war ein Meer aus Lichtern, sehr stimmungsvoll und mit Partysound, aber ich war dann doch einfach nur heilfroh, endlich im Ziel zu sein. Mit der Zeit (über 4:15 h) konnte ich natürlich nicht zufrieden sein, aber ich hatte wieder etwas dazugelernt, war bei einem tollen Marathon dabei gewesen und dazu hatte noch einen prima Laufkollegen aus Mannheim kennengelernt. Von daher keine allzuschlechte Bilanz, und der nächste Marathon kommt bestimmt!!!

Stefan

2013 Nachtlauf Bremen

Was wir hinter uns haben

Erster Bremer Nachtlauf, ein Bericht von unserem glücklichwerweise lauf- UND schreibfreudigen Stefan S.:

Anatoli und ich waren zusammen vor Ort... und das hier ist mein Kurzbericht:

Die größte Laufserie Deutschlands, die Sportscheck Stadtläufe, haben dieses Jahr auch in Bremen, in Form eines Nachtlaufs, Einzug gehalten. 2 SG Stern'ler traten dabei am Freitag, den 24.05.13, um 22 Uhr, zum Zehnkilometerlauf an.

Start und Ziel war der Markrtplatz in Bremen, vier Runden in der Altstadt waren zu laufen, zunächst über die Obernstraße Richtung Brill, dort dann Richtung Weser, in die Martinistraße hinein und nach einer Wende wieder zurück, über die Bürgermeister-Schmidt-Brücke in den Teerhof, über die Teerhofbrücke dann rüber zur Schlachte, dort gleich rechts Richtung Martini-Anleger, die Unterführung durch und  über die Wachtstraße zurück zum Markt.

Die Menge der 10 Kilometerläufer fieberte dem Start entgegen, die Stimmung war gut, aber es war schon ziemlich kalt. Endlich der Startschuß! Und zügig durch die Obernstraße. Der Lauf in der Nacht hatte schon etwas Besonderes... Doch man kam noch nicht so richtig auf Touren, in der Martinistraße war der Laufkanal sehr eng abgesperrt und der Läufermenge einfach nicht gewachsen. Aber das Feld zog sich dann spätestens im Teerhof auseinander... Dort gab es wieder einen Wendepunkt, auch die Stufen zur Teerhofbrücke waren nicht der Geschwindigkeit dienlich. Einige enge Stellen gab es noch, vor allem der Fußgängerweg von der Unterführrung der Martinistraße zur Wachstraße war extrem eng. Aber den Rest der Strecke konnte man schon genießen, nun dann auch zum zweiten Mal. Die gute Stimmung am Marktplatz spornte einen zusätzlich an, bevor es wieder auf die Strecke ging. Auf der dritten Runde wurde ich überrundet, aber ich began auch, langsamere Läufer zu überrunden. Und wieder wurde es eng: Also, nicht ärgern, nur den Lauf und die Stimmung genießen, und die war nach wie vor super!

Gut 1.000 Läufer finishten an diesem Abend den 10 Kilometerlauf, und konnten ausgiebig die Zielverpflegung, unter anderem mit Müsliriegeln und alkoholfreiem Bier, genießen. Nicht ganz so freudig nahm ich die ausgestellten Autos des neben Sportschecks anderen großen Sponsors der Nachtlaufserie auf dem Bremer Marktplatz wahr, so richtig konnte ich mich daran aber nicht gewöhnen, für mich passte das nicht zusammen!

Trotzdem freuten sich die SG Stern'ler, obwohl die Strecke wahrlich nicht ganz einfach war, über die erreichten Zeiten. Insgesamt auch ein würdiger Start der Sportscheck Stadtlaufserie in Bremen!

Anatoli Z.: 56:33
Stefan S.: 47:21

2013 3. Saar-Hunsrück-Supertrail

Was wir hinter uns haben

Langsam wird es unheimlich, unser Stefan wandelt sich zu einem Nimmersatt! Bisher ist in unserem Lauftreff keiner so extreme Strecken gelaufen wie Stefan, und das Schönste ist, er berichtet in einem so wunderbaren Schreibstil von seinen "Abenteuern", dass es fast so ist, als wäre man dabei. Aber lasst euch überraschen:

Oder: Shades of Green
Vom deutschen Wanderinstitut als schönster Fernwanderweg ausgezeichnet, zieht sich der Saar-Hunsrück-Steig auf 217 km Streckenlänge durch die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland. Kein Wunder, dass Bernhard Sesterheim, ein erfahrener Ultra-Läufer, der wohl schon jeden Winkel der Erde unter seine Laufschuhe genommen hat, in seiner Rheinland-Pfälzischen Heimat den Saar-Hunsrück-Lauf, der im wesentlichen dem Wanderweg folgt, ins Leben gerufen hat: An zwei Tagen werden insgesamt 126 km davon mit einer Höhendifferenz von ungefähr 3.500m bewältigt.
Knapp 100 leidensfähige und ich trafen an Christi Himmelfahrt in Nonnweiler-Braunshausen ein, wo der Veranstalter den Trainingsstützpunkt des Saarlandischen Sportbundes, zusammen mit Trainingsplätzen, Restaurant, Blockhütten und Gästehaus, als Basis für den Zweitageslauf nutzte.  Die Anreise hatte sich auch schon sehr gesellig gegeben, da ich mit zwei erfahrenen Ultraläufern aus Osnabrück mitfahren konnte und so schon den einen oder anderen Tipp aus der Szene mitbekam. Allerdings konnte ich doch manche Ultraläuferambitionen zumindest nicht ganz nachvollziehen...
Kostensparend hatte ich die Übernachtung in einer Blockhütte gewählt, und da musste man schon, was Luxus anging, ein paar Abstriche machen. Nach einem vorzüglichen Abendessen, bei dem ich sicherheitshalber noch eine extra Grundlage für die Läufe der folgenden Tage zu mir nahm, ging es in  Anbetracht der frühen Startzeiten auch schon entsprechend früh in den Schlafsack – und trotz aller Befürchtungen konnte ich, im Gegensatz zu meinen Zimmergenossen, auf der Isomatte sehr gut schlafen.
Mein Schlaf wurde aber gegen 4.30 Uhr jäh unterbrochen, weil meine Mitbewohner in der „ersten Welle“ mitliefen und daher eine Stunde früher starteten. An Schlaf war dann nicht mehr zu denken, aber ich nutzte die Zeit, meine Ausrüstung nochmal zu checken und in aller Ruhe zu frühstücken.  Nach einer recht langen Busfahrt mit bösen Vorahnungen hinsichtlich der Streckenlänge und der sehr hügeligen Mittelgebirgslandschaft erreichen wir den Startpunkt des Supertrails, die Wildenburg, eine mittelalterliche Burgruine bei Idar-Oberstein. Bernhard gab letzte Instruktionen zum Weg, dann ging es los...
Ich war geschockt, mit welcher Geschwindigkeit es zunächst durch den frühlingsgrünen Wald ging, trotz so mancher steiniger Passagen und Anstiege. Gerade die sehr steinigen Passagen war ich so gar nicht gewohnt, dafür boten diese Geröllhalden, da es dort kaum Bäume gab, geniale Aussichten auf das umliegende Pfälzer Bergland.

Geröllhalden
Und immer auch wieder interessante Felsformationen... Nach einer ersten Verpflegungsstelle ging es erst einmal in Serpentinen rund 260 Höhenmeter runter, und natürlich anschließend das meiste davon wieder rauf. Dies dann aber doch mit verminderter Geschwindigkeit... Und dann wieder runter...  Zum Glück lag dazwischen, bei Langweiler (toller Ortsname!), der nächste Verpflegungspunkt. Hier wurde alles geboten, was man so brauchte, Kekse, Salami, Schokolade, Brot, Cola, Isogetränke, Wasser, und viel gute Laune und Aufmunterungen von den Support-Teams. Alle 8 bis 10 Kilometer hatte Bernhard so eine Verpflegungsstelle eingerichtet, so dass, wenn man sich nicht verlief, nichts passieren konnte.
Wenn man sich nicht verlief...! Das tat ich zum Glück (fast!) nicht, aber man musste doch extrem auf der Hut sein, um nicht vom Weg anzukommen: Die Markierungen des Saar-Hunsrück-Steigs waren recht weit oben in den Bäumen angebracht, wo ein Läufer nicht unbedingt immer hinschaute. Oft war man so seinem Trott vertieft, dass man die Markierung an der kleinen Abzweigung in einen unscheinbaren Trampelpfad beinahe verpasste und einfach geradeaus weitertrabte....  Kein Wunder, rund 70% des Fernwanderweges befindet sich auf Naturwegen. Oder es ging über Holzplanken über Moorlandschaften hinweg...

Moorlandschaft
Oder es ging einen kleinen Mittelgebirgsbach bergan... Längst hatte sich die Geschwindigkeit normalisiert, und die schnellen Läufer waren schon seit Stunden außer Sichtweite. Schon etwas deprimierend! Die nächste Verpflegungsstelle war an der Naturpark Infostelle beim Erbeskopf, der mit 816 m höchsten Erhebung in Rheinland-Pfalz. Zumindest konnte man sich noch stärken, bevor man die restlichen gut 100 Höhenmeter bis zur Spitze, eine Sommerrodelbahn auf der einen und eine verwaiste Skipiste auf der anderen Seite des Fußwegs, zurücklegen musste, um damit ziemlich genau die Marathondistanz hinter sich zu bringen. Aber noch waren 24 Kilometer zu laufen... Aber von nun an ging es, nach einer grandiosen Aussicht auf die Berge des Hunsrücks, wieder bergab.
Wir passierten schließlich den „Hunnenring“, eine keltische Ringwallanlage, und man sah schon den Stausee bei der Talsperre bei Nonnweiler in der Ferne... Von dort musste man den Fernwanderweg verlassen, um zum Läufercamp zurückzukommen. Bei der Staumauer selbst gab es mehrere Abzweigungen, und eine Läuferleidensgenossin und ich wussten, dass Bernhard, der Organisator, etwas genau zu dieser Stelle sagte, da man sich hier verfranzen konnte. Aber wir konnten uns beide nicht mehr erinnern, welchen Weg wir nun nehmen sollten, und nahmen prompt die falsche Abzweigung. Aber zumindest nicht die „ganz falsche“ um den See herum (die einem zusätzliche 10 Kilometer beschert hätte!), immerhin kamen wir nach Nonnweiler „City“. Ein paar Fahrradfahrer, die wir nach dem Weg fragten, starrten in zwei ungläubig, weit aufgerissene Augenpaare, als sie uns vorschlugen, doch für die restlichen Kilometer nach Braunshausen einfach ein Taxi zu nehmen... Schließlich half uns ein Einheimischer, auf den richtigen Weg zu kommen. Es würden sich jedes Jahr hier um diese Zeit Läufer verlaufen, und wir seien auch nicht die ersten heute... Die letzten Kilometer waren sehr sehr mühselig, die Oberschenkel schmerzten, aber das war noch über 60 Laufkilometern wohl kein Wunder. Aber, nachdem sich die letzten paar hundert Meter in Braunshausen hinzogen, erreichte ich nach knapp über 10 Stunden, 67 Kilometer (mit dabei  2000 Höhenmeter) doch die Ziellinie bei den Blockhütten... Und dort gab es dann eine ausgiebige Pasta-Party mit allen Arten von Teigwaren als kleine Entschädigung.
Neuer Tag, neue Strecke: Etwas kürzer, etwas weniger bergig, aber dafür hatte sich das sonnige Wetter von gestern verzogen. Diesmal wurden wir in einen Vorort von Trier gebracht, wo der Saar-Hunsrück-Steig startete, Ziel waren wieder die Blockhütten in Nonnweiler-Braunshausen. Kurze Instruktionen von Bernhard, stets in kurzen Hosen, wo es doch gerade am Morgen so frisch war, und dann setzten sich wir Läufer der „zweiten Welle“ in Bewegung.
Ging es gestern durch Wälder und Wiesen, dominierten hier zunächst die Weinberge oberhalb der Ruwer und den Nebenflüssen der Mosel.

Das Anfangstempo war wieder sehr hoch, und irgendwann fand ich mich ganz am Ende wieder... Aber nach und nach überholte ich immer wieder einen Läufer, und nach einem Stück im Wald war auch schon die erste Verpflegungsstelle erreicht. Trotz des guten Abendessens gestern und einem nicht bescheidenen Frühstück hatte mir auf den ersten Kilometern der Magen geknurrt! Wieder überholte ich einen Läufer, der schon jetzt ankündigte, dass dies sein erster Zweitageslauf war, aber eben auch sein letzter (er brach den Lauf später ab)! Ja, aber auch ich hatte Probleme: Meine Oberschenkel brauchten die ersten 10 Kilometer, um eine gewisse Steifigkeit abzuschütteln, aber danach ging es ganz gut, wenn auch im langsamen Tempo. Wieder gab es aus dem Wald heraus schöne Ausblicke auf eine Talsperre, aber die in Nonnweiler war noch knapp 40 Kilometer entfernt... Wieder ging es durch Wälder in frischem Grün, und über saftige Wiesen, aber das Wetter war wechselhaft, und Regenschauer mit kalten Windböen blieben nicht aus. Zudem sah man den Mitarbeitern an den Verpflegungsstellen an, dass sie vor sich hin fröstelten. Dickes Lob für die Unterstützung!
Nach 30 Kilometern wurde das Laufen wieder hart, die Marathonmarke passierte ich erst nach knapp über 6 Stunden... So langsam bekam ich den Tunnelblick, wollte nur noch ankommen, und merkte dabei erst nicht, dass die reguläre Wegstrecke gesperrt und eine Umleitung zu laufen war und folgte einfach der alternativen Beschilderung. Erst als ich auf den Wegweisern  merkte, dass ich komischerweise meinem Ziel Nonnweiler (von den angeschlagenen Kilometern her) nicht näher kam, und der Verpflegungsstand nach 8 bis 10 Kilometern ausblieb, ahnte ich,  dass etwas nicht stimmte. Als dann der Verpflegungsstand nach ein paar extra Kilometer dann doch auftauchte, klärte sich die Sache mit der Umleitung endgültig auf. Immerhin hatte ich mich nicht verlaufen, aber gut 3 bis 4 Kilometer kamen eben extra dazu. Nochmal ausgiebig gestärkt, Wasser aufgefüllt, und dann wieder zurück auf die Strecke, deren Schönheit ich kaum noch genießen konnte... Nur laute Rufe von Lauffreunden hinter mir war es zu verdanken, dass ich nicht versehentlich doch eine Abzweigung übersehen hatte. Der Tunnelblick mag zwar beim Marathon nützlich sein, hier aber konnte es schnell danebengehen, mit noch mehr Zusatzkilometern...
Waldlauf
Immerhin ging es in einem schönen Tal, durch das ein Bach floss, leicht bergab... Und irgendwo mündete der dann in den anderen Bach, am Fuß der Talsperre von Nonnweiler, ein, wo ich bald sein müsste. Aber „bald“ war relativ, und „müsste“ muss man gar nichts. Es zog sich wie Kaugummi, und selbst das Bergablaufen tat weh! Schließlich kam ich doch noch an den Fuß der Staumauer, und die Organisationsleitung hatte noch ein paar extra Hinweise auf dem Weg angebracht, dass sich auch niemand verlaufen konnte (ok, hat, wie ich gehört habe, auch nicht ganz geklappt). Immerhin erreichte ich die letzte Verpflegungsstelle, aber abgesehen von Wasser und aufmunternden Worten gab es da leider nichts mehr. Und die letzten Kilometer von Nonnweiler bis zum Sportzentrum Braunshausen... Naja, darüber möchte ich nun nicht mehr reden... Es tat nur noch weh, jeder Schritt! Und da stellt man sich schon die Frage, wie man auf so eine blödsinnige Idee gekommen ist, an so einem Lauf mitzumachen...
Aber alles geht vorbei, auch die längste Strecke, und ich war froh, dass Bernhard und sein Team genug Grillwürste für alle Läufer bestellt hatte! Fazit: Genialer Lauf, geniale Landschaft, geniale Organisation, nur bitte bitte bitte nicht jedes Wochenende, und auch nicht jedes zweite J...
(Gesamtwertung der Herren: 34. Platz von 53 Finishern, 10 Läufer sind unterwegs ausgestiegen)
Stefan